Fachfragen bei Bedachungen.de

 
daylight (Gast) fragt am 20.01.2010:
 
Hallo,
Ich hoffe, einige von den Lesern und Usern können mir bei meinem Problem weiterhelfen. Die Sachlage:
ungedämmtes und unbeheiztes Treppenhaus- nasse Wändfläche unmittelbar dahinter liegt Teil des Daches- Dachform:Mansard(en)dach. Eine Fläche von ca 2-3qm ist nass bzw. sehr feucht. Es haben sich großflächige nasse Stellen gebildet( bräunliche Farbe)Der Dachdecker hat keinen Schaden an den Ziegeln feststellen können. Weder Frostschäden, noch Risse sind zu erkennen.Nun stelle ich mir die Frage woher diese Feuchtigkeit kommen kann.Es befindet sich keine Dämmung auf den unteren Teil des Mansardendaches, nur der obere Dachstuhl ist gedämmt und bewohnt ( dort wird auch beheizt). Das Haus ist Baujahr 1934,Ziegel sind nach Aussagedes Dachdeckers o.k.Ein Leitungswasserschaden kann es auch nicht sein.Wie kann man (ohne Leckortungsfirma zu beauftragen feststellen woher die Feuchtigkeit kommt? Jetzt nach dem tauen der Schneemengen auf dem Dach ist die Nässeentwicklung noch mehr zu sehen und zu fühlen. Hat jemand von Euch eine Idde was bei disem Schaden die Ursache sein könnte? Dachrinne ist in dem Bereich auch o.k.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

lieben Gruss
daylight
 
 
  
 
11 Antwort(en), letzte am 25.01.2010:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 21.01.2010:
 
Hallo Daylight,
hmm ohne das zu sehen ist es natürlich schwierig etwas zu sagen.Aber wenn der Schaden mit einsetzendem Tauwetter größer wird, dann spricht es für einen Dachschaden. Spontan fallen mir da die Übergänge zum Beispiel vom Mansarddach in die Rinne oder vom Steildach ins Mansarddach ein. Der Dachdecker soll einmal die Traufbleche überprüfen.Sind die Zeigel auch Jahrgang 34?
MFG
Grein
 
 
daylight (Gast) schreibt am 21.01.2010:
 
Hallo,
vielen Dank für den Tip mit der Überprüfung der Traufbleche an den Übergangen u.a. vom Steildach an das Mansarddach.Die Nässe/bzw. starke Feuchtigkeit tritt ja nur im Bereich des Mansarddaches auf.Vom Dachdecker wurden bereits einige Ziegel im Bereich des Mansarddaches abgenommen.Hier ist aber alles trocken und keine Nässe unmittelbar hinter den Ziegeln zu erkennen.Kann die Nässeentwicklung ggf. auch mit der Entstehung von Tauwasser im Bauteilinnenbereich zusammenhängen?
Die Ziegel sind noch die ersten,müssten also auch aus einer Fertigung von 1930-1934 sein.Lt Aussage des Dachdeckers aber gute Qualität.

Herzliche Grüsse
daylight
 
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 21.01.2010:
 
Holla daylight,
also an ein Tauwasser Problem glaube ich nicht, dagegen spricht das die Flecken bei einsetzendem Tauwetter größer geworden sind. Das Dach wird keine Unterspannbahn haben, deshalb ist es auch möglich das Schnee über die Zwischenräume der Ziegel eingedrungen ist und innen geschmolzen ist.
So etwas ist für den Dachdecker immer schwer nachzvollziehen.
Achten Sie beim nächsten Regen einmal auf die feuchten Stellen. Sollten sie nicht größer werden hängt es mit dem Schnee zusammen.
Sie sollten auch hingehen und einen Bautrockner aufstellen damit Sie die Feuchtigkeit wieder aus dem Haus bekommen.
MFG
Oliver Grein
 
 
daylight (Gast) schreibt am 21.01.2010:
 
Hallo Herr Grein,
zunächst mal vielen Dank für Ihre turboschnellen Antworten :-)
Wenn aber Schnee in den Ziegeklzwischenräumen eingedrungen ist, müßte doch eine gewisse Feuchtigkeit oder Nässe auch an der Balkenlage oder der schwarzen Folie ?( was das für eine Folie ist, habe ich den Dachdecker leider nicht gefragt) zu sehen sein?
Die Wände an denen die großflächigen Nässeschäden zu sehen sind, sind extrem kalt.eine relativ dünne Wand (Gipskarton oder was ähnliches)was nicht was man da so vor 70 Jahren so verwendet hat....bringt ein Bautrockner da wirklich was? Es handelt sich ja nicht um Mauerwerk?

MfG
daylight
 
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 21.01.2010:
 
Hallo Daylight,
Kein Problem wir helfen gerne.
Die schwarze Folie wird einfach eine Teerpappe sein. Bei einem alten Dach sind Feuchtigkeitsspuren immer schlecht zu sehen.
Ein Bautrockner entzieht ja der Luft die Feuchtigkeit aber der bereich sollte schon beheitzt sein.
Wenn Sie eine Digitalkamera haben, können Sie hier Fotos einstellen das wäre hilfreich für uns.
MFG Oliver Grein
 
 
daylight (Gast) schreibt am 23.01.2010:
 
Hallo Herr Grein und andere User,

ich habe jetzt einige Fotos gemacht. Die Bilder zeigen die Dachseite hinter der sich die Nässe/Feuchtigkeit entwickelt hat, sowie den Nässeschaden an der Tapete im Treppenhaus.
ggf. kommen ja noch ein paar Tips, welche ich dann mit dem Dachdecker besprechen könnte.
Gerne hätte ich auch mal ein paar Erfahrungenwerte bzw.Tips. was Dachbeschichtungen anbelangt. Ist so etwas sinnvoll/effektiv?

Danke
Mit freundlichen Grüßen
daylight
 
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daylight (Gast) schreibt am 23.01.2010:
 
Hier noch die Fotos vom Dach...
 
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daylight (Gast) schreibt am 23.01.2010:
 
Noch mal ein Versuch mit den Fotos ;-)
 
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   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 25.01.2010:
 
Guten Tag Daylight,

also ich gebe dem Kollegen DD recht die Ziegel sehen wirklich noch fit aus. Wie sieht es denn mit dem Fallrohr (Regenrohr) aus? Wenn das Undicht ist nässt das ja die Wand total ein. Wie sieht denn die Wand im allgemeinen aus? Könnte es sein das das Wasser darüber reinkommmt?
Von einer Dachbeschichtung würde ich abraten denn sie bringt von der Dichtigkeit her nichts. Das Dach sieht dann nur wieder schön auch. Außerdem hast du Tonziegel auf deinem Dach da rate ich immer von einer Beschichtung ab, die geben nämlich Feuchtigkeit ab und zerstören die Beschichtung sehr schnell wieder.
Mit freundlichen Grüßen
GRein